Warum ich meine Kunst auf dem Kunsthandwerksmarkt verkaufe – meine Erfahrungen als Künstlerin
- katjagorniaczyk

- vor 5 Tagen
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Im Jahr 2025 war ich zum ersten Mal als Ausstellerin mit meiner Kunst auf einem Kunsthandwerksmarkt vertreten. In diesem Blogartikel teile ich meine Erwartungen, meine Erfahrungen als Künstlerin auf Kunsthandwerkermärkten und beantworte die Frage, ob ich meine Kunst auch zukünftig auf Märkten verkaufen werde.
Meine Beweggründe: Warum ich mich für einen Kunsthandwerksmarkt entschieden habe
Kunst verkaufen ist kein Selbstläufer – eigentlich ist Verkaufen generell nicht einfach, egal wie großartig das Produkt ist. Doch bei Kunst ist es noch einmal spezieller. Eine der wichtigsten Fragen hierbei: Wo und wie erreiche ich kunstinteressierte Menschen?
Meine ersten Schritte machte ich über diese Website, die anfangs natürlich kaum Besucher hatte. Zusätzlich versuchte ich, meine Kunst über Instagram zu zeigen. Dabei wurde mir schnell klar: Instagram ist deutlich mehr Arbeit, als man als reiner Konsument vermuten würde. Außerdem erreichte ich dort vor allem andere Künstlerinnen und Künstler – was grundsätzlich schön ist, aber meine Zielgruppe zumindest nicht vollständig umfasst.
Ich stellte mir daher eine entscheidende Frage: Wie erreiche ich Menschen, die sich nicht intensiv mit Kunst beschäftigen, aber dennoch Gefallen an meinen Bildern finden könnten?
Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten kam mir die Idee, meine Kunst auf einem Kunsthandwerksmarkt zu verkaufen. Auch wenn Kunsthandwerk nicht dasselbe ist wie bildende Kunst, erschien mir die Zielgruppe ähnlich. Trotz meiner Zweifel, ob sich Gemälde auf Kunsthandwerkermärkten verkaufen lassen, sah ich darin eine gute Gelegenheit, sichtbar zu werden und Menschen zu erreichen, die bisher noch nicht mit meiner Kunst in Kontakt gekommen sind.
Zweifel vor dem Markt: Lohnt sich der Aufwand für den Verkauf von Kunst auf Märkten?
Nachdem ich einen passenden Markt gefunden hatte (sowohl terminlich als auch örtlich) kamen die nächsten Zweifel:
Lohnt sich die Investition in Marktzelt und Tische?
Zwei volle Tage auf dem Markt stehen , auch bei schlechtem Wetter?
besteht die Chance über 100 € Standgebühren wieder reinzuholen?
Mir wurde klar: Sinnvoll wäre es, zusätzlich zu Originalen auch kleinere, günstigere Produkte anzubieten, die Besucher „im Vorbeigehen“ kaufen können. So begann ich, Kunstdrucke und Postkarten meiner Kunst herzustellen. Auch das bedeutete erneut Zeit- und Geldinvestitionen. (Wie aufwendig die Herstellung eines Kunstdrucks ist, beschreibe ich übrigens in einem separaten Blogartikel.)
Plötzlich war ich mitten in den Vorbereitungen – und meine Zweifel traten für eine Weile in den Hintergrund. Stattdessen überwog die Vorfreude auf diese neue Erfahrung.
Mein erster Kunsthandwerksmarkt: Erwartungen vs. Realität
Kurz vor dem Markt meldeten sich die Zweifel zurück. Was, wenn ich nicht einmal eine Postkarte verkaufe?
Am Morgen des ersten Markttages baute ich meinen Stand auf. Anfangs kamen nur Jogger und Spaziergänger vorbei, da der Markt in einem Park stattfand. Die ersten Besucher blickten zwar zu meinem Stand, wirkten aber wenig interessiert.
Doch dann füllte sich der Markt – und plötzlich blieb immer häufiger jemand stehen.
„Haben Sie diese Bilder selbst gemalt?“
Wahnsinn, diese Details!
„Schau mal, der Elefant auf der Wolke – wie witzig!“
Und dann war es soweit: Ich verkaufte meine ersten Postkarten. Klingt klein, fast schon lächerlich? Vielleicht. Für mich war es großartig!
Allein das positive Feedback und das ehrliche Interesse an meiner Kunst ließen mich auf Wolke sieben schweben. Als schließlich eine junge Frau einen Kunstdruck kaufte und mir sagte, wie schön sie das Motiv findet, war ich unglaublich stolz.
Bilanz am Ende des ersten Tages:
30 verkaufte Postkarten
2 verkaufte Kunstdrucke
Und ich? Sehr müde – aber glücklich!
Lohnt es sich, Kunst auf Kunsthandwerkermärkten zu verkaufen?
Am Ende hatte ich mehr eingenommen, als ich für Standgebühren und Postkartenproduktion ausgegeben hatte. Rechnet man jedoch die vielen Stunden für Vorbereitung, Aufbau und Marktzeit ein, fällt das Ergebnis nüchtern betrachtet eher ernüchternd aus. Reich wird man mit Kunsthandwerkermärkten sicher nicht.
Aber:
Ich hatte einen riesigen Spaß an diesem Wochenende
Ich bekam direktes Feedback zu meiner Kunst
Ich erreichte Menschen, die mich online nie gefunden hätten
Und genau deshalb habe ich nur wenige Wochen später wieder an einem Markt teilgenommen.
Fazit: Kunst verkaufen auf Märkten – ja oder nein?
Für mich sind Kunsthandwerkermärkte keine Haupteinnahmequelle, aber eine wertvolle Möglichkeit, meine Kunst sichtbar zu machen, Kontakte zu knüpfen und echte Reaktionen zu erleben. Und aus diesen Grund werde ich auch diese Jahr erneut auf Kunsthandwerksmärkten ausstellen. Vielleicht sehen wir uns ja dort?
Hier kommst du zu den Terminen der Märkte und Ausstellungen bei denen meine Kunst zu sehen ist.










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