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Was ist ein Kunstdruck? So entsteht ein hochwertiger Kunstdruck bei mir.

Hast du dich schon einmal gefragt, was ein Kunstdruck eigentlich ist, wie er hergestellt wird oder was der Unterschied zwischen einem Kunstdruck und einem Poster ist? In diesem Blogartikel erkläre ich dir, wie ein hochwertiger Kunstdruck entsteht. Ich erkläre dir die Schritte von der Digitalisierung des Originalkunstwerks bis zum fertigen Druck.


Was ist ein Kunstdruck und worin besteht der Unterschied zu einem Poster?


Ein Kunstdruck ist kein einfacher Ausdruck und auch kein Poster, das in Massen hergestellt wird. Ein Kunstdruck oder "Fine Art Print" ist eine hochwertige Reproduktion eines Originalkunstwerks, die mit viel Sorgfalt digitalisiert, bearbeitet und auf speziellem Fine-Art-Papier gedruckt wird. Ziel ist es, Farben, Details und Stimmung des Originals so originalgetreu wie möglich wiederzugeben.


Der erste Schritt: Die Digitalisierung des Originalkunstwerks

Bevor ein Kunstdruck entstehen kann, braucht man natürlich ein Originalkunstwerk. Dieses sollte sauber und möglichst staubfrei sein, denn selbst kleinste Fussel können später im Druck sichtbar sein oder müssen mühsam digital entfernt werden.

Ich fotografiere meine Originale mit einer hochauflösenden Spiegelreflexkamera bei gutem Tageslicht und ohne direkte Sonneneinstrahlung. Eine gleichmäßige, nicht zu starke Beleuchtung ohne harte Schatten ist entscheidend für ein gutes Ergebnis.

Damit das Kunstwerk verzerrungsfrei fotografiert wird, hänge ich es flach an die Wand oder spanne es exakt gerade in die Staffelei. Die Kamera steht auf einem Stativ, das Objektiv der Kamera befindet sich genau auf Höhe der Bildmitte und ist gerade ausgerichtet.


Kameraeinstellungen für die Kunstdruck-Digitalisierung

Ich bin keine Fotografie-Expertin, kenne aber die wichtigsten Grundlagen:

  • kleine Blende (z. B. f/8) für maximale Schärfe

  • niedriger ISO-Wert, um Bildrauschen zu vermeiden

  • längere Belichtungszeit, für Helligkeit und weil sich weder Kamera noch Kunstwerk bewegen

Das Zusammenspiel aus Blende, ISO und Belichtungszeit muss stimmen, damit das Bild weder über- noch unterbelichtet ist. Hier teste ich mich immer etwas heran, bis das Ergebnis passt.


Schritt 2: Nachbearbeitung am Computer

Auch ein sehr gutes Foto muss für einen hochwertigen Kunstdruck digital nachbearbeitet werden.

Zunächst überprüfe ich, ob alle Bereiche des Kunstwerks scharf abgebildet sind. Danach kontrolliere ich den Weißabgleich: Ist das Weiß wirklich neutral oder wirkt es gelblich oder bläulich? Eine falsche Farbtemperatur würde alle Farben verfälschen – zum Glück lässt sich das digital korrigieren.


Anschließend:

  • schneide ich das Bild passgenau zu

  • entferne sichtbare Ränder oder den Hintergrund

  • korrigiere bei Bedarf die Perspektive (Trapezkorrektur)

  • beseitige Fussel oder kleine Störungen


Manchmal entferne ich auch meine Signatur, um sie später handschriftlich auf den Kunstdruck zu setzen oder weil sie im späteren Druckformat stören würde.


Schritt 3: Entscheidung für das richtige Format

Meine Kunstdrucke biete ich meist im gleichen oder etwas kleineren Format an als das Original. Meinen "Fuchs auf Neon" mit 30 × 30 cm biete ich als Kunstdruck im Format 20 × 20 cm an. Vergrößern ist theoretisch auch möglich, kann aber schnell dazu führen, dass die Bildschärfe doch nicht ausreicht und der Druck verwaschen aussieht. Ich habe es bisher nicht gemacht.

Manchmal entscheide ich mich bewusst für ein gängigeres Format, wie etwa DIN A4, wenn das Original ein ungewöhnliches Maß hat. Das ist zum Beispiel bei meinen Raubkatzen (Löwe, Tiger und Leopard) der Fall.

Wichtig bei der Formatwahl sind:

  • das Angebot der Druckerei

  • verfügbare Papierformate

  • die allgemeine Verfügbarkeit von passenden Bilderrahmen

Es wär doch schade, wenn jemand für seinen neuen Kunstdruck im Handel keinen passenden Rahmen finden kann.


Schritt 4: Drucken – zu Hause oder in der Druckerei?

Kleinere Formate drucke ich mittlerweile selbst. Seit Weihnachten 2025 besitze ich einen hochwertigen Fine-Art-Drucker, der Kunstdrucke bis DIN A3 in exzellenter Qualität drucken kann.

Größere Formate und Postkarten lasse ich weiterhin in der professionellen Druckerei herstellen.

Die richtige Papierwahl für Kunstdrucke

Ein entscheidender Faktor für einen hochwertigen Kunstdruck ist das Papier.Ich verwende das Fine Art Papier „Photo Rag 308 g“ von Hahnemühle. Es überzeugt durch:

  • matte, weiche Haptik

  • hohe Farbbrillanz

  • außergewöhnliche Detailwiedergabe

Nicht jede Druckerei bietet solches Kunstdruckpapier an – hier lohnt es sich, genau hinzuschauen.


Fazit: Warum ein Kunstdruck mehr ist als ein Poster

Du siehst: Ein Kunstdruck ist weit mehr als ein gewöhnlicher Ausdruck. Er entsteht durch:

  • sorgfältige Digitalisierung

  • professionelle Bildbearbeitung

  • hochwertige Drucktechnik

  • edles Fine-Art-Papier


Es gibt auch die Möglichkeit, Kunstwerke professionell scannen und drucken zu lassen – etwa mit großformatigen Scannern, wie sie auch für berühmte Kunstwerke verwendet werden. In Städten wie Berlin gibt es darauf spezialisierte Anbieter. Für mich wäre das jedoch zu kostenintensiv, da ich meine Kunstdrucke sonst nicht zu den aktuellen Preisen anbieten könnte.

 
 
 

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