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Acrylmalerei für Anfänger: Was du wirklich brauchst

*Hinweis: Bei den Links in diesem Artikel, die zu den von mir empfohlenen Artikeln auf Amazon führen handelt es sich um Affiliate Links. Ich erhalte eine kleine Werbeprovision, wenn du einen Artikel über diesen Link kaufst. Ich empfehle aber garantiert nur Produkte, die ich selber nutze und gut finde und es entstehen dir natürlich auch keine zusätzlichen Kosten!


In meinen Kursen für Acrylmalerei werde ich immer wieder gefragt, welches Material ich für meine Bilder verwende und was man zum Einstieg wirklich braucht. Hier gebe ich dir einen Überblick über Malgrund, Farben und Pinsel – und was wirklich wichtig ist.


Es muss am Anfang nicht die teuerste Farbe und die größte Leinwand in Künstlerqualität sein. Dennoch solltest du sowohl bei Farbe und Pinsel als auch bei Papier oder Leinwand auf eine gewisse Qualität achten, um wirklich Freude am Malen zu haben.

Der Malgrund

Papier

Papier tut es auch – es muss keine Leinwand sein. Wichtig ist aber, dass das Papier dick genug ist, damit es sich nicht zu sehr wellt, die Farbe gut trägt und nicht zerreißt.

Für kleine Bilder verwende ich gerne das Paint On von Clairefontaine in Din A5* oder Din A4*, das es übrigens auch getönt* gibt. Es hat eine Stärke von 250 g/m² und ist damit recht stabil.

Bei Bildern mit viel Farbfläche greife ich dagegen zu dickerem Papier wie dem Hahnemühle Acryl*. Diese Papier hat auch eine ganz glatte Oberfläche, wodurch die Flüssigkeit aus der Farbe weniger schnell ins Papier gezogen wird. Die Farbe bleibt länger feucht, was vor allem bei großen Flächen ein echter Vorteil sein kann.

Stört dich die schnelle Trocknung nicht, ist auch für große Formate ein unbeschichtetes Papier hervorragend geeignet. Um Wellungen zu vermeiden, empfehle ich hier aber das 450 g/m² starke Papier der Firma Hahnemühle*.


Leinwand

Leinwand hat gegenüber Papier den Vorteil, dass sie sehr viel Farbe und dicke Schichten tragen kann, ohne zu reißen und ohne sich zu wellen. Außerdem ist sie in der Regel so grundiert, dass sie nur mäßig Wasser aus der Farbe zieht und die Farbe länger feucht bleibt als auf Papier. Das Malgefühl ist einfach ein anderes. Leinwände sehen auch ohne Rahmen an der Wand gut aus, und ein Kunstwerk auf Leinwand macht oft einfach mehr her als eines auf Papier.

Wenn das Ziel zunächst nur das Ausprobieren und Üben ist, hat Leinwand natürlich den Nachteil, dass sie nicht nur teurer, sondern auch sperriger ist. Wer viel üben möchte, braucht dafür schon jede Menge Platz für die bemalten Leinwände ;)


Die Zwischenlösung: mit Leinwand bespannter Malkarton

Eine gute Zwischenlösung kann mit Leinwand bespannter Malkarton sein. Diesen hier habe ich bereits getestet und für gut befunden ([Affiliate-Link einfügen]). Der Karton mit Leinwand hat die gleichen Maleigenschaften wie Leinwand, benötigt in der Lagerung aber kaum mehr Platz als Papier.


Die Farben

Ich selbst nutze Farben unterschiedlicher Marken und Qualitäten und variiere hier auch je nachdem, ob ich ein kleines Bild zum Üben und Ausprobieren male oder ein Kunstwerk auf Leinwand.

Für die meisten meiner Kunstwerke auf Leinwand verwende ich die Acrylfarben der Firma Golden, ganz speziell die Serie Golden Open*. Diese Farben trocknen deutlich langsamer als andere Acrylfarben – die Bearbeitungszeit ist länger.

Für kleine Bilder auf Papier benutze ich die gleichen Farben, die ich auch meinen Kursteilnehmern zur Verfügung stelle: Talens Amterdam*. Sie sind hochwertige Einstiegsfarben, haben wunderbare Maleigenschaften und sind bei Weitem nicht so teuer wie die zuerst genannten Farben. Du brauchst übrigens wirklich nur die drei Grundfarben (Gelb, Cyan und Magenta) sowie weiß und schwarz. Mehr würde ich gerade am Anfang nicht kaufen, weil du nur so das Mischen von Farben richtig lernst und dir bestimmte Fehler in der Farbwahl weniger schnell passieren.

Warum ich sie nicht immer und für alle Kunstwerke verwende? Die Lichtechtheit und auch die Leuchtkraft sind bei Golden oder auch bei Schmincke PrimAcryl* einfach nochmal besser.


Die Pinsel

Bei Pinseln bin ich sparsam. Ich habe nicht den Eindruck, dass meine Bilder mit teuren Pinseln besser werden – und auch die Pinselhaare sind nicht immer langlebiger im teuren Pinsel als im günstigen.

Eine günstige Pinselserie, die ich sowohl regelmäßig für meine eigene Kunst als auch in meinen Kursen verwende, ist da Vinci für Schule und Hobby*. Sie sind weich und geschmeidig, langlebig und im Vergleich unschlagbar günstig für diese Qualität.

Ich ergänze diese Pinsel allerdings durch einige Spezialpinsel, zum Beispiel Schlepperpinsel (Cosmotop-spin von da vinci*) für feine Linien oder Pinsel für sehr kleine Details z.B. aus der Reihe Colineo* von da vinci.


Fazit

Du musst nicht sofort in die teuerste Ausstattung investieren, um Freude am Malen zu haben. Achte einfach auf eine solide Grundqualität bei Malgrund, Farbe und Pinsel – der Rest kommt mit der Zeit und deinen eigenen Erfahrungen.



 
 
 

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